Gemeinschaftspastor Jürgen Wesselhöft

Andacht Juli

„Ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!“ Jesaja 6,8

Wir saßen mit 50 Personen zusammen. Für den Abend hatte ich Bibelverse mitgebracht. Jeder konnte sich einen ziehen und auch etwas dazu sagen. Florian war Mitarbeiter und hatte bis dahin auf der Freizeit kaum etwas beigetragen. Doch nun sagt er: „So ein Mist. Ich bin auf diese Freizeit mitgefahren auch mit der Frage, ob ich nach den Sommerferien in die Jungschar einsteigen soll. Und jetzt habe ich die Antwort bekommen, die ich eigentlich nicht wollte. Ich habe den Vers gezogen: „Dienet dem Herrn mit Freuden!“
Manche bekommen es sogar schriftlich, dass sie für eine bestimmte Aufgabe berufen sind.
Der Prophet Jesaja hat es so erlebt. Er schreibt: „Ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!“ (Jesaja 6,8)

Immer wieder ist es Menschen passiert, dass sie von Gott überraschend und tiefgreifend in Anspruch genommen wurden. In der entsprechenden Situation bleibt von der eigenen Lebensplanung oftmals nicht viel übrig. Aber nicht jeder soll so wie Jesaja sein.
Da soll jemand in die Jugendgruppe einsteigen.
Eine andere hört: „Benutze die Tastatur und schreibe für mich. Im Internet sollen Menschen auch das Evangelium lesen.“
Jemand versteht dieses Wort so, dass er oder sie sich daran erinnert, dass Menschen gerne ins Haus kommen, weil man sich immer sofort aufgenommen und herzlich willkommen fühlt. Und dann werden Gemeindeleute und Noch-Nicht-Gemeinde-Leute eingeladen und man betet, dass sie Jesus gut zur Sprache bringen können.
Andere wieder geben Einblick ins eigene Leben und sagen bei passender Gelegenheit: „Als mir das passiert ist, habe ich gebetet. Darf ich das auch für dich machen?“
Wieder andere geben auf Schritt und Tritt gute geistliche Schriften weiter und kommen in der Bahn sofort mit den Mitreisenden ins missionarische Gespräch.

Wir haben alle unsere Gaben, wie wir als Christen erkennbar leben. Spannend ist es, wie wir die Frage beantworten: „Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?“

Jürgen Wesselhöft